Sarah Ferede

Sarah Ferede : HÄNSEL UND GRETEL - Märchenspiel von Engelbert Humperdinck

„Es ist eigentlich eine Geschichte für Kinder, aber im Herzen sind wir alle Kinder“, soll Engelbert Humperdinck (1854–1921) gesagt haben. Geschaffen hat er eine Märchenoper par excellence, die sich nicht nur wegen ihres Geschehens, sondern auch wegen ihrer gelungenen Mischung aus spätromantischer Orchestersprache und volkstümlichen Melodien wie „Suse, liebe Suse“, „Brüderchen, komm tanz mit mir“ oder „Ein Männlein steht im Walde“ bei allen Generationen größter Beliebtheit erfreut. Während die Älteren in Erinnerungen schwelgen und sich an ihre Kindheit erinnert fühlen, sind die jüngsten Zuschauer vor allem gespannt darauf, wie es den beiden armen Besenbinderkindern gelingt, die Hexe Rosina Leckermaul zu überlisten und die verzauberten Lebkuchenkinder zu befreien. Das ist einfach märchenhaft.

Seit 1969 steht Andreas Meyer-Hannos „Hänsel und Gretel“-Inszenierung nun schon auf dem Spielplan der Deutschen Oper am Rhein. Das beweist, wie beliebt diese Oper von Engelbert Humperdinck noch immer ist und welcher Grad an Nostalgie ihr innewohnt. Jede Inszenierung unterliegt über Jahrzehnte im Repertoirebetrieb einem Verschleiß – sei es, dass Bühnenelemente und Kostüme abnutzen oder auch die Choreographie mancher Szenen von dem „Original“ abweicht. In der Ära von Grischa Barfuss wurde die Produktion 1978 bereits einmal komplett überarbeitet. Spielleiterin Esther Mertel hat „Hänsel und Gretel“ in der Spielzeit 2015/16 mithilfe der Bühnenbildskizzen, Kostümfigurinen und Fotos der Premiere liebevoll rekonstruiert und neu einstudiert. Auch die Möglichkeiten der Beleuchtung haben sich in den letzten vierzig Jahren verändert. Volker Weinhart hat basierend auf alten Aufzeichnungen mit neuen Mitteln ein märchenhaftes Lichtkonzept entwickelt, damit die von Jung und Alt geliebte Produktion in neuem Glanz erstrahlen kann.

Märchenspiel in drei Bildern

Text von Adelheid Wette nach den Brüdern Grimm
In deutscher Sprache mit Übertiteln
Dauer: ca. 2 Stunden, eine Pause
Empfohlen ab 8 Jahren

Musikalische Leitung: Axel Kober
Inszenierung: Andreas Meyer-Hanno
Szenische Neueinstudierung: Esther Mertel
Bühne: Gerda Zientek
Kostüme: Inge Diettrich
Licht: Volker Weinhart
Kinderchor: Mathias Staut

Hänsel: Katarzyna Kuncio
Gretel: Heidi Elisabeth Meier
Gertrud: Sarah Ferede
Peter: Bruno Balmelli
Hexe: Johannes Preißinger
Sandmännchen: Monika Rydz
Taumännchen: Monika Rydz

Düsseldorfer Mädchen- und Jungenchor

Düsseldorfer Symphoniker

Video: Ralph Goertz
© Deutsche Oper am Rhein