Martin Platz

Martin Platz : Tristan und Isolde

Oper von Richard Wagner

Handlung in drei Aufzügen, Dichtung vom Komponisten

LIVE AUS DEM STAATSTHEATER:
Premierenübertragung von Richard Wagners "Tristan und Isolde" am 21. Oktober im Radio auf BR-Klassik und zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum als Live-Übertragung in viele Kinos (weitere Informationen unter www.liveimkino.de).


• Musikalische Leitung: Marcus Bosch
• Inszenierung: Monique Wagemakers
• Bühne: Dirk Becker
• Kostüme: Gabriele Heimann
• Chor: Tarmo Vaask

Tagesaktuelle Besetzung:
Vincent Wolfsteiner (Tristan), Guido Jentjens (König Marke), Lioba Braun (Isolde), Jochen Kupfer (Kurwenal), Hans Kittelmann (Melot), Alexandra Petersamer (Brangäne), Martin Platz (Ein Hirt / Stimme eines jungen Seemanns), Sébastien Parotte (Ein Steuermann)


Zum Inhalt:
Die Geschichte von der hoffnungslosen Liebe zwischen Tristan und Isolde beruht auf einer keltischen Sage, die Richard Wagner in rauschhaft-aufwühlende Musik gefasst hat. Tristan will seine Liebe zu Isolde nicht wahrhaben und sieht in ihr nichts als ein Verhängnis. Gleichzeitig verwandeln sich Isoldes Gefühle für Tristan, der ihren Verlobten ermordet hat, von Rache in Liebe. Beide wagen erst im Glauben, den Tod vor Augen zu haben, sich gegenseitig ihre Liebe einzugestehen. Doch dem kurzen Augenblick des Glücks folgen unendliche Qualen.

Die Oper zieht weniger wegen äußerlicher Handlungsdichte als vielmehr durch innere Bewegtheit, durch einen unaufhörlichen Strom an Gedanken und Empfindungen in ihren Bann. Die harmonisch-modulatorische Klangwelt, das Nicht-Auflösen von Spannungen schraubt sich ins Unermessliche. Diese Ruhelosigkeit beschreibt wiederum die brennende, verzehrende Sehnsucht, die durch nichts zu stillen ist als den Tod. So flüchten die Liebenden vor der Realität des lichten Tages ins Dunkel der Nacht, um die irrationale Verbindung zu leben. Der Tod wird mit Sehnsucht erwartet. Der Liebestod erlöst von der unglücklichen Liebe.

Das bei seiner Uraufführung 1865 enthusiastisch gefeierte Werk wurde als musikhistorischer Aufbruch zu Neuem betrachtet. Die besondere Wirkung, die dieses Musikdrama auszeichnet, beschreibt Wagner selbst als „tiefe Kunst des tönenden Schweigens". Generalmusikdirektor Marcus Bosch, der nach „Die Meistersinger von Nürnberg" in der letzten Spielzeit nun an den Wagner-Saisonauftakt anknüpft, und das Team um Regisseurin Monique Wagemakers, deren Inszenierungen u. a. an den Staatsopern in Stuttgart und in Hannover, am Nationaltheater Mannheim sowie in Madrid und Amsterdam Aufsehen erregten, werden gemeinsam die Tiefe des Werkes ausloten.